Schutzhütte "Zum Eisernen Gustav"

 

Im Naherholungsgebiet Geithe finden Sie unsere Schutzhütte "Zum Eisernen Gustav".

Die Schutzhütte wird als Lagerraum für die verschiedensten Nistkästen, die als Nisthilfen der heimischen Vogelwelt im Geithewald dienen und regelmäßig gepflegt und gewartet werden. Es werden von der Hütte Aktivitäten zum Schutz der Orchideenstandorte (z.B. geflecktes Knabenkraut) in der Geithe durchgeführt. Gleichzeitig sind eine Werkstatt und weitere Lagermöglichkeiten für die Naturfreundejugend (Zelte, Spielgeräte etc. für die Jugendfreizeiten in und außerhalb von Hamm) geplant. Im Außenbereich werden Sitzgruppen aufgestellt und sollen im Naherholungsgebiet "Geithe" zur Rast einladen. Die Schutzhütte wird auch als Ausgangspunkt zum Spazierengehen, Wandern und Joggen über den neugeschaffenen NaturaTrail genutzt. Die Ausweisung des NaturaTrails geschah auf Initiative der Naturfreunde und soll der Bevölkerung die Naturschönheiten unserer unmittelbaren Heimat näher bringen. Einführungen in die Thematik werden je nach Wetterlage in der Schutzhütte durchgeführt. Die Naturfreunde bieten geführte Wanderungen an. In der Regel werden auch die Gruppenstunde unserer ca. 40 köpfigen Kindergruppe in den Räumlichkeiten abgehalten.

Von dort aus starten viele unserer Exkursionen oder Arbeitseinsätze im Naturschutzgebiet. Die Kindergruppe trifft sich freitags  in den Sommermonaten zu ihrer wöchentlichen Gruppenstunde von 17.00 bis 19.00 Uhr dort.  Gäste sind uns dort gerne wilkommen. Termine an denen Sie uns an unserer Hütte Treffen können entnehmen Sie bitte unserem Terminplaner.

Karl-Heinz Wolters und Udo Gonsirowski

Ersatzbau für die Schutzhütte „Zum eisernen Gustav“

 

Die Mitgliederversammlung der NaturFreunde Hamm Werries machten den Weg frei zu einer Investition in die Zukunft. Die Schutzhütte „Zum eisernen Gustav“ in der Geithe wurde im Jahre 1973 erbaut. Der Zahn der Zeit hat in den letzten 43 Jahren an der Schutzhütte erhebliche Spuren hinterlassen. Deshalb ist eine Grundsanierung unausweichlich und würde eine hohe finanzielle Belastung der Ortsgruppe bedeuten. In diesem Zusammenhang hat sich der Vorstand im letzten Jahr auch über einen Ersatzbau Gedanken gemacht und sich mit der Planung eines Neubaus beschäftigt. Das Ergebnis wurde nun in der Mitgliederversammlung vom stellv. Vorsitzenden Udo Gonsirowski vorgestellt. Die alte Schutzhütte am Rande des NaturaTrails ist auch für viele Bürgerinnen und Bürger Ausgangsort für Naturwanderungen und -beobachtungen. Kindergärten, Schulen, Vereine und Gruppen sehen die Schutzhütte als einen Ort der Ruhe und des Zusammenlebens. Die NaturFreunde haben hier ihren Stützpunkt für die Nistkästenbetreuung und die botanischen Arbeiten, wie die Pflege der Orchideenstandorte, in der Geithe.

 Der Neubau soll diese Aktivitäten auch für die Zukunft sicherstellen. Es wurde bei der Stadt Hamm eine Bauvoranfrage gestellt, die Anfang des Jahres positiv beschieden wurde. Die Mitgliederversammlung wurde über die vorgesehene Finanzierung durch Eigenleistung, Barmittel der Ortsgruppe, Spenden und einer möglichen Bezuschussung informiert. Sollten jedoch die notwendigen Mittel nicht beschafft werden können, wird von dem Neubau abgesehen und die Instandsetzung der alten Schutzhütte vorgesehen.

Egal welche Maßnahme aber durchgeführt wird, ist diese ausschließlich aus Vereinsmitteln nicht zu schaffen. Für den Kauf von Materialien ist die Ortsgruppe daher auf finanzielle Unterstützung angewiesen und bittet um Mithilfe damit voraussichtlich 2016/2017 eine Lösung erreicht werden kann. Durch die Gemeinnützigkeit des Vereins ist die Ortsgruppe in der Lage, entsprechende Spendenbescheinigungen auszustellen. Der stellv. Vorsitzende teilte mit, dass in Kürze die Mitglieder und Freunde des Vereins angeschrieben würden.  Die Mitgliederversammlung sprach sich bei einer gesicherten Finanzierung einstimmig für einen Neubau aus.

Aktuelle Informationen zu diesem Projekt wie auch zur Ortsgruppe selbst werden zukünftig auf der neugestalteten Homepage  www.naturfreunde-hamm-werries.de zu sehen sein.

Bankverbindung: Sparkasse Hamm IBAN: DE51 4105 0095 0023 1916 61; BIC: WELADED1HAM

Der "Eiserne Gustav"

 

Als 1929 in der Gaststätte „Zur Kleinbahn“ in Ostwennemar die NaturFreunde Ortsgruppe Braam – Ostwennemar ins Leben gerufen wurde, zählte Gustav Arndt schon zu den aktiven Mitstreitern. 1933 wurde der Verein, neben vielen anderen freiheitlich gesinnten Organisationen verboten. Gustav Arndt hielt während dieser Zeit weiterhin Kontakt zu seinem Wanderfreund Christian Winterring aus Ahlen. Diese Ortsgruppe war dann nach dem Krieg auch wieder erstes Betätigungsfeld von Gustav Arndt. 1949 wurde dann die Ortsgruppe „Braam - Ostwennemar/Werries“   wieder ins Leben gerufen, der sich Gustav Arndt zu einem  späteren Zeitpunkt auch wieder anschloss.

Nicht der Eiserne Gustav aus Berlin, der durch einen Fernsehfilm bekannt wurde, als er mit einer Pferdekutsche von Berlin nach Paris fuhr, sondern Gustav Arndt ist die Person, nach der unsere Hütte in der Geithe später benannt wurde.

Beim Richtfest des ersten Bauabschnitts unserer Hütte stand Gustav so unglücklich, dass er beim Einschenken von Schnapsgläsern die volle Ladung mit gefüllten Gläsern vom Hüttendach abbekam. Nach einem Namen des neuen Bauwerkes brauchte nicht mehr gesucht werden.

Gustav Arndt, der als Eisenbinder  und ehemaliger KZ Inhaftierter in seinem Heimatort Werries unter dem Namen „Der  Eiserne“ bekannt war, trug nach diesem Vorfall dazu bei, der Hütte den Namen „ Zum Eisernen Gustav“ zu geben.

Aus guter Tradition und zu Ehren von Gustav Arndt, der bis zu einem Tod als Gewerkschafter, Sozialdemokrat und NaturFreund  aktiv war, wird der Hüttenname „Zum Eisernen Gustav“ auch bei einer anstehenden Ersatzbaumaßnahme weiterhin Bestand haben.