Vögel können nicht zählen

Naturfotografie stand am Samstag, den 15.10.2022 bei den NaturFreunden Hamm-Werries e.V. auf dem Plan. Das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung geförderte Projekt "LebensRäume" des Landesverbandes NRW entwickelte den Workshop "Naturfotografie". Er sollte einen Einblick in die interessante und vielschichtige Welt der Fotografie geben. Als Referentin konnte die Naturfotografin und Autorin Farina Grassmann gewonnen werden.

Selbstverständlich stand zu Beginn die Theorie im Focus. Neben den üblichen Hinweisen über Möglichkeiten der Kameraeinstellungen ging es auch zu den Fragen von Perspektive und Motiven. Dass dabei bei dem Thema Naturfotografie das Verhalten in den jeweiligen Lebensräumen eine große Rolle spielte, war selbstverständlich. Dabei wurde deutlich wie unterschiedlich, die Fotografie von Pflanzen und Tieren ist.

Dass Vögel nicht zählen können, machte die Referentin an einem Beispiel deutlich: Gehen Spaziergänger an Vogelplätzen vorbei verschwinden die Bewohner sehr schnell. Gehen die Spaziergänger aber weiter und einer verbleibt ruhig an Ort und Stelle, kommen die Vögel (allerdings nicht bei allen Vogelarten) wieder zurück und bemerken die verbleibende Person nicht. Dann kann diese mit der Beobachtung vieler schöner Momente beginnen und wird seine Freude daran haben.

Vielleicht gelingt aber auch der richtige Schnappschuss zur richtigen Zeit. Denn nicht jedes Foto ist geplant und entspringt oftmals aus der Situation heraus und ist deshalb ein Zufallsprodukt. Natürlich mussten alle Informationen auch ausprobiert werden.


Es ging daher 3 Stunden durch den angrenzenden Geithewald. Der Jahreszeit entsprechend waren insbesondere Pilze und mit Moos bewachsenes sogenanntes Totholz beliebte Motive. Aber auch Sträucher mit Beeren und schön verfärbten Blättern wurden im Sucher der Kamera erfasst. Um die beste Perspektive zu erhalten, blieb es nicht aus, dass man nicht nur in die Knie ging, sondern auch Kontakt zum Boden aufnehmen musste. Die Teilnehmer mit ihrer Spiegelreflexkamera, ihren Kompaktkameras oder mit ihren Handys erhielten ständig Hilfen von der Referentin und waren begeistert von ihrer Ausbeute. Alle waren sich einig, dass dieser Workshop viel zu schnell vorbei ging und mit weiteren Aspekten wiederholt werden sollte.




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