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  • 40 Jahre das Gesicht des Vereins

    Er stand für Aktivität, soziale Gerechtigkeit und Verlässlichkeit Westfälischer Anzeiger vom 09.09.2026 (Torsten Haarmann) Werries – Die Natur hat einen wahrhaftigen Freund verloren – in mehrfachen Sinne. Karl-Heinz Wolters starb am 30. August im Alter von 77 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Vier Jahrzehnte lang führte er die Naturfreunde Werries und prägte die Ortsgruppe wie kaum ein anderer. Als Ehrenvorsitzender hinterlässt er ein Lebenswerk, das von der Jugendarbeit und Kinderpfingstcamps mit bis zu 500 Teilnehmern über die Friedensbewegung bis zur Tschernobyl-Hilfe und mehr reicht. Er hat Generationen von Naturfreunden geprägt und gezeigt, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann. 40 Jahre und damit mehr als die Hälfte seines Lebens war Wolters Vorsitzender der Ortsgruppe. Das Leben als Naturfreund war für ihn Familiensache. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrun engagierte er sich über Jahrzehnte dafür. Wäre die Schutzhütte „Zum Eisernen Gustav“ auf dem Vereinsgelände nicht bereits nach einem prägenden Naturfreund benannt, dürfte sie seinen Namen tragen. Der Neubau des Hauses war das letzte große Projekt, das unter seinem Vorsitz Wirklichkeit wurde. „Karl-Heinz stand für Aktivität, soziale Gerechtigkeit und Verlässlichkeit“, sagt Udo Gonsirowski, stellvertretender Vorsitzender und langjähriger Wegbegleiter. „Er war vielleicht streitbar, aber immer verlässlich. Sein Wirken bleibt uns Vorbild und Ansporn.“ Zur Naturfreunde-Bewegung fanden Karl-Heinz und Sigrun Wolters 1972 über den Sport. Schnell übernahmen beide Verantwortung, lebten alle weiteren Facetten der Naturfreunde-Bewegung aus und vor – vom Natur- und Umweltschutz über den sanften Tourismus bis zur Kultur. Sie wurden zu prägenden Gesichtern der Ortsgruppe. Karl-Heinz Wolters gehörte zu den Mitbegründern der Jugendgruppe, war Leiter, organisierte Freizeiten und schuf Angebote, die zahlreiche junge Menschen mit den Naturfreunden in Kontakt brachten. Er engagierte sich in der Friedensbewegung und organisierte Teilnahmen an den Ostermärschen. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 begann eines der Herzensprojekte der Familie Wolters. Gemeinsam mit der SPD Ostwennemar ermöglichten die Naturfreunde Kindern aus Weißrussland Erholungsaufenthalte in Hamm. Die Wolters kümmerten sich um Unterkünfte, organisierten Hilfstransporte und schenkten vielen Kindern unbeschwerte Wochen fernab ihrer von den Folgen der Katastrophe belasteten Heimat. Die Musik begleitete Karl-Heinz Wolters ein Leben lang. In der Songgruppe der Naturfreunde spielte er Gitarre und trat bei Veranstaltungen in der Region auf. Darüber hinaus engagierte er sich gesellschaftlich: in der Gewerkschaft, bei der AWO, im SPD-Ortsverein Ostwennemar sowie als Betriebsrat und später Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke Hamm. Dort setzte er sich für die Beschäftigten, für Bürgerinteressen, für nachhaltige Projekte ein und insbesondere gegen den Teilverkauf des Energieunternehmens. Auch auf Landesebene übernahm Wolters Verantwortung für die Naturfreunde. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen war ihm wichtig. Viele Jahre arbeitete er in der Landesleitung mit und setzte sich für die Unterstützung der Jugendverbandsarbeit ein. „Es ist eine tolle Zeit gewesen. Ich möchte keinen Tag missen“, sagte Wolters, als er 2020 den Vorsitz an die nächste Generation, an Udo Gonsirowski, übergab. Nun heißt es Abschied nehmen. Die Trauerfeier findet am Freitag, 11. September, um 11 Uhr in der Trauerhalle des Bestattungshauses Nettebrock, Am Hülsenbusch 35, statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt zuvor im engsten Familienkreis. Ruhe in Frieden, Karl-Heinz. 🕯️

  • Nachruf

    Die Naturfreunde Hamm-Werries trauern um ihren Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Wolters. Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Karl-Heinz Wolters, der über mehr als 54 Jahre Teil und das Gesicht unserer Naturfreunde-Ortsgruppe Hamm-Werries war. Am 30.08.2026 verstarb er im Alter von 77 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Karl-Heinz trat am 8. Mai 1972 unserer Ortsgruppe bei. Schon kurze Zeit später wurde er zum stellvertretenden Schriftführer gewählt. 1976 übernahm er gemeinsam mit Jürgen Schulte die Jugendgruppenleitung. 1978 wurde er stellvertretender Vorsitzender unter Horst Schenkel, den er dann 1980 als Vorsitzenden ablöste. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrun war er der Motor der Ortsgruppe, wenn es um die Teilnahme an den Ostermärschen im Rahmen der Friedensbewegung ging. Die Musik begleitete ihn sein ganzes Leben: Zuletzt gehörte er der Songgruppe der Ortsgruppe an und spielte dort Gitarre. Die Ortsgruppe sorgte bei zahlreichen Veranstaltungen in der Region für einen würdigen Rahmen – auch in den Musikstücken zeigte sich seine Verbundenheit zur Arbeiterbewegung. Karl-Heinz war zugleich tief verwurzelt in der Sozialdemokratischen Partei, der Gewerkschaft und der AWO. Seine Frau Sigrun war stets eine unverzichtbare Stütze und tatkräftige Mitgestalterin. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 begann eine besondere Partnerschaft der NaturFreunde mit der SPD Ostwennemar: Karl-Heinz und Sigrun kümmerten sich um die Organisation und Unterbringung von Kindern aus Weißrussland in Hamm – über Jahre hinweg wurden strahlungsfreie Ferien ermöglicht und unzählige Hilfstransporte organisiert. Ein Höhepunkt in seiner aktiven Zeit war der Plan und Bau des Ersatzbaus der Schutzhütte „Zum Eisernen Gustav“ am Rande des Naturschutzgebiets Geithewald. Auf Landesebene war er bekannt und geschätzt. Viele Jahre gehörte er der Landesleitung an und wirkte im Hausverwaltungsverein Ebberg mit. Besonders lag ihm die Förderung von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Er war lange Jahre als Landes-Kinderleiter tätig und im NRW-Verwaltungsausschuss verantwortlich für Gelder für Personal und Jugendaktivitäten. Sein soziales Engagement zeigte sich auch außerhalb der Naturfreunde: Als Betriebsrat und zuletzt als Betriebsratsvorsitzender bei den Stadtwerken Hamm setzte er sich für Mitarbeitende, Bürger und nachhaltige Projekte ein. Er engagierte sich aktiv gegen den Teilverkauf des örtlichen Energieunternehmens – ein Einsatz, der viele Mitstreiter fand und gemeinsam mit Unterstützerinnen und Unterstützern aus Belegschaft, Bürgerschaft und Politik schließlich Gehör fand. Karl-Heinz stand für Aktivität, soziale Gerechtigkeit und Verlässlichkeit. Er war vielleicht streitbar, aber immer verlässlich. Sein Wirken bleibt uns Vorbild und Ansporn. Wir behalten ihn in dankbarer Erinnerung und sprechen seiner Frau Sigrun, der Familie und allen Freunden unser tief empfundenes Mitgefühl aus.

  • 13.09.2026: Klimademo am Gersteinwerk bei Hamm

    ZUKUNFT STATT GAS! Sonne, Wind und Speicher, statt Kohle, Gas, Atom! Das Klimabündnis Hamm ruft am Sonntag, 13. September 2026, um 13:00 Uhr zu einer Klimademonstration am Gersteinwerk bei Hamm auf. Die Demonstration findet als Fahrraddemo ab dem Hauptbahnhof Hamm statt. Termin: Sonntag, 13. September 2026 Beginn: 13:00 Uhr Treffpunkt: Hamm Hauptbahnhof – Fahrraddemo zum Gersteinwerk Im Mittelpunkt steht die zukünftige Energieversorgung und die Forderung nach einem konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien. Das Klimabündnis wendet sich insbesondere gegen den geplanten weiteren Ausbau von Gaskraftwerken und setzt sich für eine Energiewende mit Sonne, Wind und Speichern ein. Auch das Gersteinwerk bei Hamm ist Teil der aktuellen Diskussion um den Bau neuer Gaskraftwerke. Die NaturFreunde Ortsgruppe Hamm-Werries unterstützen die Klimademonstration und möchten damit ein Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energiepolitik setzen. Wer sich der Demonstration anschließen möchte, ist herzlich eingeladen, am 13. September nach Hamm zu kommen. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Ablauf sind dem Aufruf des Klimabündnisses zu entnehmen.

  • Nie wieder Krieg - in Deutschland, Europa und weltweit!

    Am Dienstag, 1. September 2026, findet anlässlich des Antikriegstags die Veranstaltung „Nie wieder Krieg – in Deutschland, Europa und weltweit!“ statt. Beginn ist um 18:00 Uhr im Gerd-Bucerius-Saal des Heinrich-von-Kleist-Forums in Hamm. Der Antikriegstag erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs und mahnt, dass Frieden, Demokratie und Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind. Angesichts der zahlreichen aktuellen Kriege und bewaffneten Konflikte soll gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Rüstungsspiralen sowie für Diplomatie, internationale Zusammenarbeit und die Achtung des Völkerrechts gesetzt werden. Die Veranstaltung verbindet Politik und Kultur. Neben einem Statement des örtlichen DGB-Vorsitzenden Jörg Hensel gibt es musikalische und künstlerische Beiträge des Hammer Chors „Mach´s Maul auf“. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ kennenzulernen. Sie erinnert an die Millionen Menschen aus Afrika, Asien und Ozeanien, die im Zweiten Weltkrieg gegen den deutschen und italienischen Faschismus sowie den japanischen Imperialismus kämpften. Die NaturFreunde sind dabei Auch die NaturFreunde Ortsgruppe Hamm beteiligt sich an der Veranstaltung und ist mit einem eigenen Info-Stand vor Ort. Wir freuen uns auf interessante Gespräche und den Austausch mit allen, die sich für Frieden, internationale Solidarität und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Programm 18:00 Uhr: Einlass, Informationen, Gespräche und Ausstellung 19:00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung 19:10 Uhr: Chor „Mach´s Maul auf“ 19:40 Uhr: Statement von DGB-Vorsitzendem Jörg Hensel 19:50 Uhr: Weitere Kulturbeiträge 20:20 Uhr: Chor „Mach´s Maul auf“ 20:50 Uhr: Abschlussworte 21:00 Uhr: Ende Die Veranstaltung wird vom DGB Stadtverband, FUgE, Arbeit und Leben Hamm, Linken Forum und der VHS Hamm organisiert. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird erbeten. Zur Anmeldung bei der VHS Hamm Ort: Gerd-Bucerius-Saal, Heinrich-von-Kleist-Forum, Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm

  • Alles im Fluss - Renaturierte Auen für Vogel-, Fisch- und Insektenvielfalt

    29.09.2026 um 18 Uhr im Kurhaus Bad Hamm, Ostenallee 87

  • Neue Spitze, neue Ausrichtung?

    Naturfreunde Werries im Umbruch / Maxipark-Kooperation denkbar WA 10.04.2026 Uentrop – Ein Wechsel bedeutet meist auch weitere Veränderungen. Bei den Hammer Naturfreunden der Ortsgruppe Hamm-Werries passiert nun etwas an der Spitze: Udo Gonsirowski tauscht seinen Platz als erster Vorsitzender mit Robert Biermann, der zuvor sein Stellvertreter war. Er übernimmt die Führung und möchte neue Schwerpunkte in dem Verband setzen. Auch eine Maxipark-Kooperation wäre denkbar. Die Naturfreunde, politisch auch als „grüne Rote“ bezeichnet, sind ein Naturschutzverein mit sozialen Interessen. Als Umweltorganisation mit über 550 Ortsgruppen in Deutschland sind die Naturfreunde weltweit aktiv. Ziel der Organisation ist es, eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft zu schaffen. Die Ortsgruppe in Werries fokussiert sich dabei jeher stark auf den Ausbau und die Pflege des Naturschutzgebiets Geithe. Ansonsten werden Sport- und Gemeinschaftsangebote großgeschrieben.In den vergangenen Jahren hat sich die Ortsgruppe mehr als verdoppelt: Vom Tiefpunkt, bedingt durch den Bau der Schutzhütte „Zum Eisernen Gustav“, im Jahr 2019 mit 121 Mitgliedern zu einer heutigen Größe von 263 Mitgliedern. 2020 übernahm Udo Gonsirowski den Vorsitz von Karl-Heinz Wolters. Nun, sechs Jahre später, gibt er den Stab weiter an den 38-jährigen Robert Biermann – für eine jüngere Spitze. Biermann ist auch schon über zehn Jahre Mitglied und kennt die Naturfreunde in- und auswendig. Damit soll sich jetzt auch ein bisschen was an der Vereinsausrichtung ändern. „Wir drehen nicht alles auf links, aber die Schwerpunkte ändern sich etwas“, sagt Biermann. Er habe seine eigenen Themen, die ihm am Herzen liegen. Während Udo Gonsirowski viel mit dem Geländeumbau zu tun hatte und gemeinschaftliche, beispielsweise kulinarische Angebote aus dem Boden stampfte, möchte er sich mehr um die internationale Vernetzung kümmern. „Das Tschernobylprojekt war eine gute Basis. Unsere Organisation gibt´s rund um den Globus, ich möchte die internationale Vernetzung mehr nutzen“, sagt er. „Ich bin knallharter Vogelkundler und sehr dem Naturschutz zugeneigt“, führt Biermann aus. Er möchte Exkursionen anbieten und gerade sein Spezialthema Vogelkunde darin wieder aufleben lassen. „Was gut läuft, behalten wir aber bei“, versichert Biermann. Die Angebote von Gonsirowski werden also nicht über Bord geworfen, dieser bleibt in stellvertretender Position auch aktiv. „Es ist wichtig, dass wir uns um die Jugend kümmern“, meint Gonsirowski. Der Altersschnitt sei zwar durch die Mischung aus Kindern und älteren Menschen zufriedenstellend, aber die Mitte fehle. Gerade junge Familien und insbesondere Eltern seien eine wichtige Zielgruppe. „Bei denen fehlt dann aber oft die Zeit“, sagt Biermann. Das aktuelle Mitgliederziel liegt bei 300 – das gäbe mehr Planungssicherheit. Mit dem Maxipark sprechen die Naturfreunde aktuell über eine neue Fotoausstellung im Glaselefanten; vielleicht auch in Verbindung mit einem Fotowettbewerb. Das könnte sich allerdings frühestens Ende 2027 ergeben. Das Gartenkompetenzzentrum, das den Maxipark in Zukunft bereichern soll, wäre auch ein Aufhänger, an dem die Naturfreunde sich engagieren könnten. Auch wenn die Pläne noch alles andere als konkret sind, sagt Gonsirowski: „Wir könnten uns vorstellen, das eine oder andere Thema mit Vorträgen zu besetzen. Es wäre schön, dort als Nachbarn zusammenzuarbeiten.“ Für die Zukunft haben sich die Naturfreunde auch sonst einiges auf den Zettel geschrieben: Zwei Landesprojekte sind geplant: „Wissen.Wirken.Wandeln“ und „Wissen.Teilen.Gestalten“. Ersteres möchte vulnerable Gruppen ansprechen, mit ihnen arbeiten und sie bestenfalls als Mitglieder gewinnen. Das Projekt widmet sich den planetarischen Grenzen und dem Ressourcenschutz. Das zweite Projekt möchte mit Interessierten der Ortsgruppen und anderer Vereine daran arbeiten, Naturschutzthemen barrierearm an Menschen zu vermitteln, die zuvor wenig Zugang zur Naturschutzbildung hatten. Beide Projekte werden von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie der NRW-Stiftung gefördert. Vertreter der NRW-Stiftung sagten der Ortsgruppe auch zu, eine neue Bestuhlung plus Tische für die Naturschutzhütte mit bis zu 8 500 Euro zu fördern. Die Naturfreunde sind mit ihrer Untergruppe Kultur außerdem Träger der Hammer Kurzfilmnächte und beschäftigen sich mit deren Durchführung. Ansonsten stehen aktuell Digitalisierungsarbeiten an, die die Ortsgruppe vorantreiben will. Die Buchhaltung soll digitalisiert werden und im Naturlehrpfad in der Geithe sollen hinter den QR-Codes noch Info-Texte hinterlegt werden. Auch bürokratische Aufgaben stehen an. LOUISA AHLERS

  • Der Wald wartet nicht

    Udo Gonsirowski kämpft seit Jahrzehnten für Naturschutz – und stößt an Grenzen WA 07.04.2026 Er gibt nicht auf: Udo Gonsirwoski kämpft jetzt im Umweltausschuss für den Naturschutz in Hamm. © Louise Ahlers Werries – Udo Gonsirowski engagiert sich schon jahrelang im Naturschutz – als Vorsitzender der Naturfreunde Ortsgruppe Hamm-Werries und im Beirat der unteren Naturschutzbehörde in Hamm. Im Beirat lernte er allerdings die Grenzen des Naturschutzes am eigenen Leib kennen. 2025 schlug er einen neuen Weg ein – in der Hoffnung, dort mehr ausrichten zu können. Im Umweltausschuss der Stadt Hamm hofft Gonsirowski jetzt auf Gehör: Dort ist er seit der Kommunalwahl 2025 Mitglied. Noch sei der Zeitraum für ihn zu kurz, um sagen zu können, ob er dort gehört werde. „Das wird sich zeigen“, sagt Gonsirowski. Sein Ziel sei es, hier gemeinsam mit dem NABU Umwelt- und Naturschutzthemen einzubringen. Ein Thema, das ihn nie losließ, war und ist der Umweltschutz. Im Jahr 2000 trat er bei den Naturfreunden Ortsgruppe Hamm-Werries bei. Am 8. März 2020 übernahm er die Nachfolge von seinem Kollegen Karl-Heinz Wolters als Vorsitzender des Vereins. Dieses Jahr überlässt er den Spitzenposten seinem vorherigen Stellvertreter Robert Biermann und tauscht seine Position mit ihm. Gonsirowski kümmerte sich von 2016 bis 2019 um den Bau der Schutzhütte „Zum Eisernen Gustav“ und um die Errichtung des Naturlehrpfads in der Geithe, der im September 2024 eröffnet wurde. Seit 2021 ist er Mitglied beim Nabu. Im März desselben Jahres wurde er Vorsitzender des Beirats bei der Unteren Naturschutzbehörde in Hamm, dem er bis zur Kommunalwahl 2025 angehörte. 2025 wurde ihm sogar die Stadtbezirksmedaille des Stadtbezirks Hamm-Uentrop verliehen. Den Zugang zur Ortsgruppe der Naturfreunde stellte für ihn damals der enge Kontakt zu seinem Vorgänger Karl-Heinz Wolters her. So kam es wie von selbst, dass auch Gonsirowskis Interesse und Engagement für den Naturschutz mit der Zeit immer weiter wuchsen. Insbesondere das Engagement der Ortsgruppe für das Naturschutzgebiet des Geithewalds inspirierte ihn. „Uns hat die Bewirtschaftung des Waldes gestört, daher haben wir uns darum gekümmert“, sagt er. Das Engagement im Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde hingegen verlief für ihn eher „enttäuschend“. Hier habe er die Grenzen des Naturschutzes kennengelernt. Immer wieder habe es Spannungen mit der Verwaltung gegeben. „Wir wollten dort eigentlich mit insgesamt vier Ortsgruppenmitgliedern einen guten Weg einschlagen“, sagt er und führt weiter aus: „Die Sitzungen waren alle nett, aber was ich nie verstanden habe: Da sitzen insgesamt 16 Vertreter und Fachleute aus Natur- und Umweltverbänden, aber das Gremium wurde nicht richtig genutzt. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir wollten es als offenes Gesprächsgremium nutzen. Zwar waren alle Gespräche einvernehmlich, aber vieles wurde immer mit der Begründung abgeblockt, dass wir nicht zuständig seien.“ Der Beirat ist beratend tätig, er hat keine Entscheidungsgewalt. „Es wurden bei den Tagungen immer die Themen behandelt, die aktuell wichtig seien. Aber wer entscheidet denn, was wichtig ist? Wir wussten ja gar nicht, welche Themen es gar nicht ins Tagungsprogramm geschafft haben“, sagt Gonsirowski. Oft sei unter den vorgestellten „wichtigen Angelegenheiten“ das für die Naturschützer tatsächlich Relevante gar nicht aufgetaucht. Soweit man den Beirat habe nutzen müssen, sei das passiert, aber häufig fühlte sich Gonsirowski umgangen. Er habe zwar Verständnis dafür, dass es bei rund vier Tagungen im Jahr schwierig sei, immer alles zu besprechen, hätte aber gerne mehr geholfen. Auch Gonsirowskis Kollege und Nachfolger Robert Biermann stimmt ihm zu: „Die Formulierung ‚umgangen‘ finde ich schon angemessen“, sagt er. Die Spannungen kamen immer mal wieder zur Sprache, doch wirklich zufriedenstellend war die Zusammenarbeit nicht. Auch der NABU-Vorsitzende Jürgen Hundorf äußerte sich bereits in der Zeitschrift „Naturschutz in Hamm“ zu den Schwierigkeiten im Hammer Umweltschutz. Gonsirowski verließ letztlich den Beirat: „Dafür war die Zeit zu schade, wir sind mit unseren Themen dort nicht angekommen“, sagt er. Geboren 1953 in Hamm-Mitte, arbeitete Gonsirowski als Industriekaufmann bei den Hammer Stadtwerken. 1984 trat er der SPD bei. 1999 legte er dort aufgrund der Erkrankung seiner ersten Frau alle Ämter nieder. LOUISA AHLERS

  • Generationswechsel eingeläutet

    Naturfreunde Hamm-Werries haben mit Robert Biermann einen neuen Vorsitzenden WA 31.03.2026 Vorsitzende, Ehrenvorsitzende und eine besondere Jubilarin – im Bild von links Udo Gonsirowsi (2. Vorsitzender), Horst Schenkel (Ehrenvorsitzender), Julia Vedder (2. Vorsitzende), Robert Biermann (neuer 1. Vorsitzender) sowie im Vordergrund Doro Graf (Jubilarin) und Karl-Heinz Wolters (Ehrenvorsitzender). © Klaus Sudbrack Werries – Ende März fand in der Awo-Begegnungsstätte in Werries die Mitgliederversammlung der Naturfreunde Hamm-Werries statt. Die Versammlung stand unter dem Zeichen der Verjüngung des Vorstandes und der Jubilarehrung. In diesem Zusammenhang das wichtigste Ergebnis: Mit Robert Biermann ist ein Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden Udo Gonsirowski gefunden. Letzterer sagt sich aber nicht gänzlich von der Vorstandsarbeit los, sondern steht der Ortsgruppe nun als 2. Vorsitzender zur Verfügung. Gonsirowski freute sich, auch die ehemaligen Vorsitzenden der Ortsgruppe, Horst Schenkel und Karl-Heinz Wolters, begrüßen zu können. Sie haben insgesamt 53 Jahre die Arbeit der Naturfreunde im Stadtbezirk und darüber hinaus geprägt. Als Gast war das Fuge-Vorstandsmitglied Uwe Speckenwirth zugegen. Er lockerte mit seiner Gitarre musikalisch die Tagesordnung auf, gab insbesondere alte Arbeiterlieder zum Besten. Ein Höhepunkt war die Ehrung von Doro Graf, die auf eine 50-jährige Vereinsmitgliedschaft zurückblicken kann. Jahrzehnte leitete sie die Kinder- und Jugendgruppe, war unter anderem Sängerin in der Songgruppe der Naturfreunde und war in den letzten Jahren ihrer aktiven Zeit als stellvertretende Vorsitzende tätig. Aufgrund einer Krankheit 2017 konnte sie leider ihre Funktionen nicht mehr ausüben, nimmt aber heute nach Möglichkeit noch an den Aktivitäten der Ortsgruppe teil. Weitere Jubilarinnen wurden in Abwesenheit für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt: Heike Reisdorf, Stefanie Balder, Mona Reichel, Berrit Sander, Inken Schindler und Claudia Sander. Der Kassenbericht konnte laut Mitteilung des Vereins auf ein positives Ergebnis verweisen und auch die Mitgliederzahlen konnten zum Vorjahr gesteigert werden. Zum 1. Januar dieses Jahres lag sie bei 261. Der Jahresbericht ging auf die vielen Aktionen der Ortsgruppe ein, darunter als Highlight die Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen der Ortsgruppe. Dazu war rechtzeitig die von der NRW-Stiftung geförderte Überdachung fertiggestellt worden. Zur Kostenabdeckung der Schutzhütte „Zum Eisernen Gustav“ wird in den kommenden Jahren eine Mitgliederzahl von 300 angestrebt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Robert Biermann, Stellvertreter: Udo Gonsirowski und Julia Vedder, Kassiererin: Heike Reisdorf, 2. Kassierer: David Wessel, Schriftführerin: Regina Gonsirowski. Kindergruppe: Florian Sudbrack und Lucia Garcia Perez, Internet und Homepage: Maren und Mirco Steinberg, Walking und Lauftreff: Detlef Kleine, Kultur und Hammer Kurzfilmnächte: David Wessel und Robert Biermann, Foto Natur Heimat Umwelt: Anna Sudbrack, Klaus Sudbrack, Robert Biermann, Hüttenverantwortliche: Viktor Auinger, Rolf Becker und Udo Gonsirowski, Beisitzer: Jan Gonsirowski, Max Sudbrack, Jürgen Schulte und Andreas Anton, der für die Planung und Gestaltung der Vereinsabende zuständig ist. Als Revisoren stehen Rudi Hasse, Jan Hendrik Bochnig, Rüdiger Brand, Hans Krahl und Karl-Heinz Wolters zur Verfügung.

  • 23 kleine Filme auf großer Leinwand

    13. Hammer Kurzfilmnächte am Freitag und Samstag zum zweiten Mal im Cineplex WA 06.11.2025

  • NaturFreunde Hamm-Werries feiern ihr 100-jähriges Bestehen

    "Eine Gemeinschaft für das Leben" (WA 26.08.2025) Auf dem Foto von links: Justus Moor (Landtagsabgeordneter), Horst Schenkel (Vorsitzender der NFHW von 1967 - 1980), Marc Herter (OB), Rudolf Haase (stellv. Bezirksbürgermeister), Udo Gonsirowski (Vorsitzender der NFHW), Robert Biermann (1. stellv. Vorsitzender der NFHW), André Stinka (Vorsitzender der NF NRW), Karl-Heinz Wolters (Vorsitzender der NFHW von 1980 - 2020), Michael Thews (Bundestagsabgeordneter) Einen Film über diese Veranstaltung findet Ihr in unserem Youtube-Kanal: https://youtu.be/OBWwqXJpdao

  • Zum Fest mit der Drohne abtauchen

    NaturFreunde feiern am 24. August 100-jähriges Bestehen

  • NaturFreunde feiern Jubiläum

    Die NaturFreunde-Ortsgruppe Hamm-Werries besteht in diesem Jahr 100 Jahre. Dazu lädt der Verein am Sonntag, 24. August, ab 15 Uhr auf das Vereinsgelände Schutzhütte "Zum Eisernen Gustav" am Rande des Naturschutzgebietes Geithewald ein.

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