Hütte "Zum Eisernen Gustav"

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Im Naherholungsgebiet Geithe befindet sich unsere
2017 - 2019 erbaute Schutzhütte "Zum Eisernern Gustav".

Von dort aus starten viele unserer Exkursionen oder Arbeitseinsätze im Naturschutzgebiet. Es werden Aktivitäten zum Schutz der Orchideenstandorte in der Geithe durchgeführt und Nistkästen, die als Nisthilfen der heimischen Vogelwelt im Geithewald dienen, regelmäßig gepflegt und gewartet.

 

Die Schutzhütte läd zur Rast ein und wird gerne als Ausgangspunkt zum Spazierengehen, Wandern und Joggen über den NaturaTrail genutzt, sowie in den Sommermonaten von unserer Kindergruppe

Die Ausweisung des NaturaTrails auf Initiative der NaturFreunde soll der Bevölkerung die Naturschönheiten unserer unmittelbaren Heimat näher bringen. Einführungen in die Thematik werden je nach Wetterlage in der Schutzhütte durchgeführt. Gäste sind uns dort gerne willkommen!

Wann Ihr uns an der Hütte treffen könnt, entnehmt bitte unserem Terminkalender.

Eine Anfahrtsbeschreibung findet Ihr hier.

Der "Eiserne Gustav"
Schutzhütte 2.0 
 

Nicht der Eiserne Gustav aus Berlin, der durch einen Fernsehfilm bekannt wurde, als er mit einer Pferdekutsche von Berlin nach Paris fuhr, sondern Gustav Arndt ist die Person, nach der unsere Hütte in der Geithe benannt wurde.

Der Zahn der Zeit hatte in den letzten 43 Jahren an der im Jahre 1973 erbauten Schutzhütte erhebliche Spuren hinterlassen. Deshalb war eine Grundsanierung unausweichlich und bedeutete eine hohe finanzielle Belastung für die Ortsgruppe.

Beim Richtfest des ersten Bauabschnitts unserer Hütte stand Gustav so unglücklich, dass er beim Einschenken von Schnapsgläsern die volle Ladung mit gefüllten Gläsern vom Hüttendach abbekam. Nach einem Namen des neuen Bauwerkes brauchte nicht mehr gesucht werden.

 

Gustav Arndt, der als Eisenbinder und ehemaliger KZ Inhaftierter in seinem Heimatort Werries unter dem Namen „Der Eiserne“ bekannt war, trug nach diesem Vorfall dazu bei, der Hütte den Namen „Zum Eisernen Gustav“ zu geben.

Aus guter Tradition und zu Ehren von Gustav Arndt, der bis zu seinem Tod als Gewerkschafter, Sozialdemokrat und NaturFreund aktiv war, wird der Hüttenname „Zum Eisernen Gustav“ weiterhin Bestand haben.

 

Gustav Arndt zählte schon zu den aktiven Mitstreitern, als 1929 in der Gaststätte "Zur Kleinbahn" in Ostwennemar die NaturFreunde Ortsgruppe Braam-Ostwennemar ins Leben gerufen wurde.

1933 wurde der Verein, neben vielen anderen freiheitlich gesinnten Organisationen verboten. Gustav Arndt hielt während dieser Zeit weiterhin Kontakt zu seinem Wanderfreund Christian Winterring aus Ahlen. Diese Ortsgruppe war dann nach dem Krieg auch wieder erstes Betätigungsfeld von Gustav Arndt. 1949 wurde dann die Ortsgruppe „Braam - Ostwennemar/Werries“ wieder ins Leben gerufen, der sich Gustav Arndt zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder anschloss.

In diesem Zusammenhang hatte sich der Vorstand Gedanken über einen Ersatzbau gemacht und sich mit der Planung eines Neubaus beschäftigt. Das Ergebnis wurde in einer Mitgliederversammlung vom stellv. Vorsitzenden Udo Gonsirowski vorgestellt.

Anfang 2016 wurde eine bei der Stadt Hamm gestellte Bauanfrage positiv beschieden.

Die vorgesehene Finanzierung erfolgte durch Fördermittel der NRW Stiftung, Eigenleistung, Barmittel der Ortsgruppe und Spenden.

Nachdem am 23. März 2017 die Bauarbeiten begannen, können die Naturfreunde jetzt stolz auf die neue Schutzhütte blicken, die am 10. Mai 2019 feierlich eingeweiht wurde.

Weitere Informationen zur Baumaßnahme findet Ihr im Nachrichten-Blog unter dem Stichwort "Schutzhütte".

In der Galerie könnt Ihr zusätzlich die Baumaßnahme in Bildern nachverfolgen.

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