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  • Das zerbrechliche Paradies

    Die NaturFreunde unterwegs. Am 16.07.2022 war der Besuch des Gasometers in Oberhausen angesagt. Die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“, das unsere Welt als hochkomplexes und sensibles System darstellt, ist ein Highlight für Jung und Alt. Eindrucksvoll die großformatigen Fotografien u.a. von Natur, Technik und Mobilität. Wer sich dann noch die große Halle im Obergeschoss mit der Weltkugel ansieht, kommt voll auf seine Kosten. Von der Schöpfung der Evolution bis hin zu den immerwährenden Veränderungen durch die menschengemachten Veränderungen der unzähligen Flugstrecken, der unendlichen Schifffahrtsrouten machen deutlich, wie weit wir bereits ein Paradies zerbrechlich gemacht haben. Eine Ausstellung, die noch bis zum Ende des Jahres gezeigt wird, und eigentlich ein Muss für alle sein müsste. Innen ermöglichte uns ein gläserner Panoramaaufzug die Fahrt bis unter das Dach des Gasometers. Von dort oben, in 95 m Höhe, bot sich ein einzigartiger Rundblick über das gesamte westliche Ruhrgebiet, der bei klarem Wetter bis zu 35 Kilometer weit reicht – von den Stahlwerken am Rhein bis zur Arena auf Schalke. Rund acht Millionen Besucher haben das Panorama vom "Dach des Reviers" und die wechselnden Ausstellungen bisher auf sich wirken lassen. Der Gasometer Oberhausen steht damit auch stellvertretend für den lebendigen Wandel der Region. Der Abstieg erfolgte von uns dann über 592 Stufen zu Fuß. Leider war unsere Gruppe aufgrund der Ferienzeit und krankheitsbedingt, ein wenig geschrumpft. Die Eindrücke waren dafür umso nachhaltiger. Ein Kurzbesuch des Centros rundete einen beeindruckenden Tag ab.

  • Workshop Inklusion

    „Es ist normal, verschieden zu sein“ war das Thema des am Samstag, 18.06. stattgefundenen Workshops in der Schutzhütte Zum Eisernen Gustav in der Nähe des Naturschutzgebietes Geithewald. Das Projekt des Naturfreunde Landesverbandes Demokratiefreund_innen inklusiv ermöglichte die Zusammenarbeit mit den Kompetenzzentren Selbstbestimmtes Leben NRW. Als Moderator stand Projektleiter beim KSL Arnsberg Andreas Tintrup zur Verfügung. Er führte auch in das Thema ein. Ziel sei die soziale Inklusion im Regierungsbezirk Arnsberg zu fördern und Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben in inklusiven Lebensverhältnissen zu ermöglichen. Die Grundlage für unser Handeln sei die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN BRK). Das Ziel sei zu erreichen, in dem Strukturen vernetzt, Menschen gestärkt, Wissen und Information vermittelt, Bewusstsein geschaffen, qualifizieren und Interessen vertreten, Rechte gesichert würden Der halbtägige Sensibilisierungsworkshop sollte die Themen „Menschenrechte“, „Barrierefreiheit“ und „Kommunikation“ bearbeiten. Um Ängste und Vorurteile im Umgang mit Menschen mit Behinderungen sowie ganz konkrete Barrieren vor Ort abzubauen. Die Thematik wurde von Ramona Armbrust für den Fachbereich „Sehen“, von Anna Cebulla für den Fachbereich „Hören“ und von Melanie Wegerhoff für den Fachbereich „Taubblind“ vertieft und durch praktische Beispiele den Ortsgruppenmitgliedern vermittelt. Es wurde zumindest in Ansätzen deutlich, mit welchen Problematiken die Betroffenen in ihrem Alltag zu tun haben. Es war aber auch eine Forderung, die Kommunikation mit ihnen auf gleiche Augenhöhe zu tätigen und sie als selbstbestimmte Individuen zu akzeptieren. Insgesamt war man sich einig, dass es noch sehr viele Personengruppen gibt, die ausgegrenzt würden und ebenfalls in einem weiteren Schritt einbezogen werden müssen. Die Ortsgruppenmitglieder sahen einerseits Notwendigkeiten, die politisch Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen und die notwendigen Schritte in Kommune, Land und Bund zu veranlassen. Geht es um die Beratungsformen, die gesetzlichen Bauordnungen oder auch lediglich die Teilhabe am tagtäglichen Leben. Die Naturfreunde möchten ihr Vereinsgelände auch diesem Bevölkerungsteil öffnen und damit zu einem Ort der Kommunikation werden. Hier werden sicher zukünftig Kontakte gesucht, um alle Möglichkeiten der Ortsgruppe auszuloten. Dazu wird aber noch eine interne Diskussion unter Mithilfe der Projektmitarbeiter des Landesverbandes Malte Stocker und Mareike Götzinger sowie des Kompetenzzentrums Selbstbestimmtes Leben stattfinden, um die klaren Positionen und Ziele festzulegen und die Wege der Umsetzung zu erörtern. Am Rande wurde auch die Planung zum Naturlehrpfad angesprochen. Hier wird die Diskussion auch noch in die Planungsgruppe fortgeführt. Ein ausgesprochen erfolgreicher Tag, eine gute Veranstaltung bei herrlichem Wetter in einer kleinen, aber feinen Schutzhütte der NaturFreunde Hamm-Werries mit einer insgesamt guten Beteiligung.

  • Demokratiefreund*innen inklusiv

    Der Landesverband NRW hat ein weiteres Projekt ins Leben gerufen Das Projekt "Demokratie Freund*innen inklusiv" soll die Schnittstelle zwischen Jugend- und Erwachsenen-Verband werden. Zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, zwischen NaturFreund*innen und anderen Organisationen und Bewegungen, zwischen Verband und Gesellschaft, zwischen politischer Aktion und geselligem Beisammensein, zwischen Gegenwart und Zukunft. Für die Ortsgruppe Hamm-Werries wurde mit der Projektgruppe des Landesverbandes für am Samstag, 18.06.2022 ein Seminar vereinbart. Die Moderation des Seminars erfolgt durch die Koordinierungsstelle der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben in NRW. Wer heute schon eine Anmeldung abgeben möchte, kann dies bei Udo Gonsirowski ab sofort gerne machen. Ausführliche Informationen könnt Ihr der Projekthomepage entnehmen: https://demokratiefreundinneninklusiv.de/#home Auch auf unserer Homepage wird es auf folgender Seite stetig weitere Informationen zum Projekt geben. In dem Seminar wollen wir uns mit dem Thema Inklusion beschäftigen. Lebensrealitäten gibt es so viele wie Menschen. Dabei sind Merkmale wie Geschlecht, körperliche Eigenschaften, Sprache, Alter, Herkunft und Sexualität nur kleine Faktoren, die in einer Lebensrealität mitspielen. Durch die Kontakte mit den eigenen Mitgliedern, mit den Gästen, die uns am Eisernen Gustav besuchen, und mit den vielen Kontakten, die wir durch unsere Ortsgruppe mit anderen zwangsläufig haben, ist auch dieses Thema für uns ständig präsent. In unserer Gesellschaft werden aber Menschen wegen solcher Merkmale im Beruf und in der Freizeit oft ausgeschlossen. Dabei bedeuten gerade diese Unterschiedlichkeiten für unsere Gesellschaft und den Verband einen Zuwachs an Lebensqualität für alle darin agierenden Menschen. Benachteiligung ist menschengemacht und kann nur menschengemacht beendet werden. Dafür müssen wir als Verband und als Ortsgruppe mit gutem Beispiel voran gehen. Helft einfach mit und haltet bereits jetzt den Termin 18.06.2022 frei.

  • Seminar Lebensräume

    Lust auf Ökosystemschutz? Dann schau dir die Anlage mit Angeboten zu verschiedenen Schulungen an. Du kannst dich einfach bei mir anmelden oder aber auch direkt bei dem Projektteam unter www.naturfreunde-nrw.de/lebensraeume. Da ich selber in dem Projektteam mitarbeitete, gebe ich die Anmeldungen selbstverständlich nach Düsseldorf weiter. Insbesondere lege ich euch die Schulung "Unsere Wälder besser verstehen und schützen" ans Herz, die am 3.7.2022 in unserer Nähe in Schwerte im NaturFreundehaus Ebberg in der Zeit von 10 bis 17 Uhr stattfindet. Hier können wir auch Grundlagenwissen erarbeiten, das für unseren geplanten Naturlehrpfad von Vorteil sein wird. Es wäre schön, wenn wir dort mit einigen Vertretern unserer Ortsgruppe teilnehmen könnten. Treffpunkt wäre um 9 Uhr auf dem Parkplatz des Kommunalfriedhofes. Wir bilden dann Fahrgemeinschaften. Für Mitglieder der NaturFreunde ist vor Ort lediglich eine Verpflegungspauschale in Höhe von 5 € zu entrichten. Für Nichtmitglieder werden für die Veranstaltung weitere 20 € erhoben. Ich wünsche uns schon heute eine erfolgreiche Veranstaltung. Berg Frei Udo Gonsirowski Vorsitzender der NaturFreunde Ortsgruppe Hamm-Werries e.V.

  • Klima- und Energieagentur

    Vereinsabend am 25.04.2022 Zum Vereinsabend der NaturFreunde Hamm-Werries konnte der Vorsitzende Udo Gonsirowski den Landtagskandidaten und Vorsitzenden der SPD Ratsfraktion Justus Moor begrüßen. Als Referent und Gesprächspartner zum Thema Klimaschutz und Energieagentur stand Johannes Auge von B.A.U.M Consult zur Verfügung. Die Diskussion ging von der persönlichen Verantwortung eines jeden Einzelnen über die Bildung bis hin zur Mobilität und den Möglichkeiten der Kommune selbst. Es wurde deutlich, dass Energieerzeugung und Natur- und Umweltschutz/Klimaschutz sich nicht ausschließen müssen. Einige Maßnahmen könnten sofort umgesetzt werden, andere benötigen zwangläufig eine längere Zeit. Beispiele für kurzfristige Maßnahmen, könnten die aufgrund der Coronasituation inzwischen viel genutzte Möglichkeit der Homearbeit. Hier müssten noch weitere Schritte gemacht werden, um neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zu reduzieren. Hier seien an erster Stelle die kommunale Verwaltung mit ihren städtischen Gesellschaften gefordert. Aber auch der Ausbau der Fotovoltaik sein hier insbesondere notwendig. Warum dies in den vergangen Jahren vernachlässigt wurde könne man nur erahnen und habe in der Vergangenheit keine Lobbie gehabt. Wünschenswert wäre auch der Ausbau des Nahverkehrs. Das hier eine Finanzierungsfrage nicht geklärt sei, war allen Anwesenden bekannt. Allerdings sei auch nicht einsehbar, warum noch Flugbenzin subventioniert werde. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die städtebauplanerischen Dinge angepasst und auch schnellstmöglich umgesetzt werden müsse. Das Stadtklima bedürfe ausgeprägter Grünflächen und keiner weiteren Versiegelung. Gerade der Platz rund um die Pauluskirche, der Parkplatz am Denkmal der alten Synagoge und die Fussgängerzone würde hier kein positives Beispiel sein. Energieerzeugung über die größeren Abwasserkanäle sei ebenfalls möglich, sei aber bis heute ungenutzt. Ein gelungener Einstieg und der Beginn einer vertiefenden Diskussion über die Thematik. Die Ortsgruppe wird sich weiter damit beschäftigen, zukünftig Stellung beziehen und sich in den verschiedensten Formaten einbringen.

  • Exkursion zu den Rieselfeldern

    Heute war das Motto der NaturFreunde „Natur erleben“. Mit 11 Personen ging es am Samstagmorgen in Richtung Rieselfelder nach Münster. Die Rieselfelder bieten mit ihrem kleinräumlichen Landschaftsmosaik viele Möglichkeiten der Erholung und Naturbeobachtung. Vom 12 m hohen Turm war Gelegenheit für einen Rundblick über nahezu das gesamte Gebiet. In 10 Beobachtungshütten, war es möglich den Vögeln nahe zu kommen, ohne sie zu stören. Die vielen spiegelnden Wasserflächen locken Schreit-, Watvögel, sowie Enten und Gänse an. Im flachen nährstoffreichen Wasser entwickeln sich Abertausende von Schlammröhrenwürmern, Schnecken und Insektenlarven. Sie stellen eine reiche Nahrungsgrundlage für die Vögel dar. Bei bestem Wetter ging es mit Fotoapparat und Fernstecher auf den Weg. Selbstverständlich sollte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Deshalb war zur Mittagszeit ein Besuch der Gaststätte „Heidekrug“ selbstverständlich. Auf dem Dach hatte sich dort einer der vielen Störche sesshaft gemacht. Auch die angrenzenden Teiche an dem Informationszentrum Rieselfelder wurden noch begangen. Das Quaken der Frösche, die sich auf Partnersuche befanden, konnte man schon aus der Ferne hören. Das Wetter sorgte für die passenden Rahmenbedingungen. Nach rd. 10 km und 5 Stunden Wanderung/Beobachtungen waren dann alle froh, wieder im Auto den Heimweg antreten zu können. Im kommenden Jahr soll das Flamingogebiet Zwillbrocker Venn besucht werden. Dort brüten Flamingos zusammen mit einigen tausend Lachmöwen und den in NRW sehr seltenen Schwarzkopfmöwen.

  • Teaser zum geplanten Naturlehrpfad

    Wir möchten Euch hier unser kurzes Video vorstellen, in dem Ihr etwas über den geplanten Naturlehrpfad erfahrt. Herzlichen Dank an die Biermann & Wegner Medienproduktion GbR für die Erstellung.

  • Unterstützung für Flüchtlinge aus der Ukraine

    Es herrscht Krieg in Europa. Bei Großdemonstrationen in Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg und Leipzig waren am 13. März viele NaturFreund*innen auf den Straßen und haben ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine kundgetan. Auch wir als Ortsgruppe Hamm-Werries haben uns an einer Kundgebung der politischen Jugendorganisationen und am Friedensgebet an der Pauluskirche beteiligt. Am 14.03.2022 tagte der Vorstand der NaturFreunde Ortsgruppe Hamm-Werries e.V. erstmals wieder in einer Präsenzveranstaltung in der Schutzhütte "Zum Eisernen Gustav". Thema war u.a. die Ukraine-Krise. Als Gast konnte Uwe Kundrun begrüßt werden, der in der vergangenen Woche nach Polen an die ukrainische Grenze gefahren war, um dort Tierfutter für die Ukraine abzugeben. Er gab seine Eindrücke der Fahrt wieder. Durch Kontakte in Polen, die in der Vergangenheit bereits im Rahmen des Tierschutzes Tiere aus der Ukraine aufgenommen hatten, ist die Verteilung dort sichergestellt. Uwe Kundrun hatte bereits vor Jahren mit den NaturFreunden humanitäre Transporte nach Belarus begleitet und hatte auch immer wieder belarussische Kinder bei sich aufgenommen. Im Vorstand gab es eine einvernehmliche Zustimmung, den von einem Angriffskrieg betroffenen Menschen, insbesondere den Müttern mit ihren Kindern, zu helfen. Grundsätzlich soll diese Hilfe aber hier vor Ort geschehen. Gleichzeitig rufen wir alle Mitglieder und die Bürgerinnen und Bürger auf, uns freie Wohnungen bzw. Unterbringungsmöglichkeiten mitzuteilen, um künftig die Unterbringung für die von den Kriegsgeschehen vertriebenen Menschen zu ermöglichen. Diese Meldungen werden umgehend an die Stadt Hamm weitergeleitet. Von dort soll dann auch die weitere Koordinierung erfolgen. Eine Sammlung von Sachspenden wird z.Zt. nicht durchgeführt, da Geldspenden mehr Flexibilität zulassen, um auf die tatsächlichen Bedürfnisse eingehen zu können. Um die Hilfe vor Ort zu finanzieren, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet und bitten um Spenden: NaturFreunde Hamm-Werries e.V. - Ukraine Hilfe Sparkasse Hamm DE 13 4105 0095 0021 2269 31 BIC WELADED1HAM Die NaturFreunde Hamm-Werries haben sich jahrzehntelang für Hilfen nach Belarus eingesetzt, nach dem 1986 das zerstörte Atomkraftwerk Tschernobyl Strahlung in die Luft abgab und weite Teile der Ukraine und Belarus verseucht wurden. Die russische Regierung hatte seinerzeit die verseuchte Luft teilweise abregnen lassen. Wir holten immer wieder Kinder nach Hamm-Uentrop, um ihnen für einige Wochen Entlastung von der Dauerbestrahlung zu ermöglichen. Gleichzeitig wurden auch Hilfsgüter nach Belarus in die Gegend von Gomel gebracht. Gomel ist heute wieder im Gespräch, da dort vor einigen Tagen die ersten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine stattfanden, die leider zu keinem Ergebnis geführt haben. Es wäre schön, wenn ihr dem Aufruf folgen würdet und diese Informationen an euer Umfeld weitergeben könntet. Berg frei!

  • Bäumen beim Wachsen zuschauen

    WA 23.02.2021 Naturfreunde und Stadt planen Waldlehrpfad mit Aussichtsturm in der Geithe Wer einem Wald beim Wachsen zusehen möchte, braucht viel Zeit und einen guten Überblick. Junger Wald, Aussichtsplattform und Waldlehrpfad, also eine Art Baumwipfelpfad im Kleinformat, gibt es in Hamm noch nicht. Doch nun soll ein städtisches Grundstück am Geithewald aufgeforstet werden – und das bietet die Gelegenheit, einen solchen Baumwipfelpfad im Kleinformat einzurichten. Das meinen jedenfalls die Naturfreunde. Bei der Stadt rennen sie damit sprichwörtlich offene Türen ein. Das zeigte sich beim gemeinsamen Treffen in der Schutzhütte zum Eisernen Gustav.

  • Bericht zur Jahreshauptversammlung

    Zu ihrer Jahreshauptversammlung am 22.08.2021 trafen sich die NaturFreunde der Ortsgruppe Hamm-Werries auf dem Vereinsgelände „Am Eisernen Gustav“. Im Vorfeld wurde ein Zelt aufgebaut, um den Mitgliedern mehr Platz zu geben als dies in der Schutzhütte möglich gewesen wäre. Obwohl die Wettervorhersage von Regen, Gewitter und Sturm ausging, waren die äußeren Umstände sehr gut. Die Rahmenbedingungen in Zeiten von Corona konnten eingehalten werden. Der Vorsitzende Udo Gonsirowski begrüßte die Anwesenden und insbesondere den Oberbürgermeister der Stadt Hamm Marc Herter. Ebenfalls konnte er den Ratsherrn und Fraktionsvorsitzenden der SPD in der Bezirksvertretung Uentrop Jan-Hendrik Flecke willkommen heißen. Er machte deutlich, dass es erst jetzt möglich gewesen sei, die eigentlich im März 2021 terminierte Versammlung durchzuführen. Bevor man in die Tagesordnung einstieg, wurde der Verstorbenen Adolf Strauß und Lothar Gräf, die langjährig Mitglieder der Ortsgruppe waren, gedacht. Viele der Anwesenden hatten sie noch in guter Erinnerung und kannten sie auch aus anderen Organisationen wie AWO, SPD und Gewerkschaft. Sie setzten sich für das Allgemeinwohl ein und prägten über Jahre die Arbeit der NaturFreunde. Nach dem gemütlichen Teil, dem Kaffeetrinken, mit vielen Gesprächen, ging es mit der Jubilarehrung weiter. Der Vorsitzenden Gonsirowski freute sich Adele „Ada“ Rohwetter und Ulrich Staufenbeil für jeweils 50 Jahre bei den NaturFreunden ehren zu können. Ada Rohwetter trat mit ihrem Mann Anton 1970 in die Ortsgruppe ein. Aus der VEW Siedlung verschlug es die Beiden zur Möhne und anschließend an die See nach Hooksiel. Als Anton verstarb, orientierte sich Ada wieder nach Hamm und nahm am Vereinsleben der Ortsgruppe teil. Einige der Mitglieder konnten sich noch an die vielen Wochenendfahrten in die Selbstverpflegungshäuser der NaturFreunde erinnern, bei denen Ada mit den anderen Frauen für die Verpflegung sorgte. Oft musste sie auch auf ihren Mann Anton verzichten, der längere Zeit in der Ortsgruppe als Hüttenwart tätig war. Ulrich Staufenbeil, trat zwar schon 1968 bei den NaturFreunden ein, konnte aber erst jetzt für die 50jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Seine Mitgliedschaft begann in der Ortsgruppe Bönen. Seine Mutter gehörte dort schon zum Urgestein. Am 31.12.2016 wurde die Ortsgruppe aus Altersgründen aufgelöst. Ulrich wechselte dann am 01.01.2017 zur Ortsgruppe Hamm-Werries deren Mitglieder er aus früheren Zeiten noch kannte. Seitdem verfolgt er die Arbeit der NaturFreunde intensiv. Eigentlich sollte auch Sören Wolters für 40jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Leider konnte er an der Versammlung urlaubsbedingt nicht teilnehmen. In dem Bericht des Vorsitzenden verwies dieser auf die Aktivitäten seit der letzten Mitgliederversammlung im März 2020. Die Arbeit war geprägt durch die Coronaeinschränkungen, die ein geregeltes Vereinsleben nicht zuließ. Auch als die Werte im letzten Jahr sich auf ein stabiles Niveau einpendelte, wurden aus Sicherheitsgründen nicht sofort alle Aktivitäten wieder hochgefahren. Bedauerlich war nur, dass das zarte Pflänzchen wie die Gründung einer neuen Jugendgruppe und Termine für Junge Familien nicht fortgeführt werden konnten. Der Vorsitzende machte deutlich, dass man sich zukünftig eine Menge vorstellen könne. Allerdings müsse auch die Betreuung dafür sichergestellt werden. Und sei es nur verantwortlich die Organisation zu übernehmen. Er bat diesbezüglich um Mithilfe der Mitglieder. Einige Veranstaltungen, die auch im Jahresplan aufgeführt sind, konnten dann ab Juli 21 durchgeführt werden. Er dankte den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde, die zur Renaturierung des Geithebaches einige interessante Ausführungen machen konnten und dies auch vor Ort erlebbar war. Ein Highlight war dann der Besuch des Dortmunder U mit Stefan Heitkemper, der uns Daten und Fakten zu dem Bauwerk geben konnte. Der damit verbundene Besuch der Ausstellung „Studio 54“ brachte die Gruppe zurück in die 70er und 80er Jahre mit vielen Prominenten. Auch die von Robert Biermann initiierte Blühwiese auf dem HGB Grundstück am Biberweg sei auf positive Resonanz bei Mietern und Eigentümern gestoßen. Es habe inzwischen ein weiteres Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Carsten Weymann und dem Geschäftsführer Thomas Jörrißen gegeben, bei dem weitere Flächen für Blühwiesen mit Obstbäumen in Aussicht gestellt wurden. Gonsirowski wies darauf hin, dass damit nicht nur wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen sollten, sondern durch Gestaltung der Außenflächen auch das soziale Umfeld aufgewertet wird, Kontaktflächen für die Mieter geschaffen werden und nebenher auch noch Maßnahmen für den Naturschutz umgesetzt würden. Einen breiten Raum seiner Berichterstattung nahm die Planung eines Waldlehrpfades am Rande des Naturschutzgebietes Geithewaldes ein. Es seien inzwischen positive Gespräche mit dem Umweltamt geführt worden und Kontakte zur NRW Stiftung aufgenommen worden. Auch sei die Biostation Soest angeschrieben worden, sowie der Schwerbehindertenkoordinator der Stadt Hamm. Gespräche stünden allerdings noch aus. Die Ortsgruppe müsse jetzt eine Planungsgruppe zusammenstellen, um sich mit der inhaltlichen Konzeption des Lehrpfades auseinanderzusetzen. Gonsirowski bittet, dass sich interessierte Mitglieder bei ihm melden sollen. Nach Beendigung der Versammlung verweilte man noch einige Zeit auf dem Ortsgruppengelände und konnte seit langer Zeit mal wieder die Sozialkontakte aufkeimen lassen.

  • Auf dem Weg zum erlebbaren Biotop

    Die Naturfreunde arbeiten am Waldlehrpfad am Geithewald WA 10.03.2022 Ein Waldlehrpfad, eventuell mit Aussichtsturm, um dem Wald auf Augenhöhe beim Wachsen zusehen zu können. Mit ihren Ideen rannten die Naturfreunde der Ortsgruppe Werries vor einem Jahr bei der Stadt sprichwortlich offene Türen ein. Bis erste konkrete Umsetzungen zu sehen sind, wird es dauern. Das war klar, das gilt auch jetzt noch. Dennoch zeugen erste Arbeitseinsätze am Vereinsgelände und am Teich neben der Schutzhütte "Zum Eisernen Gustav" von der Entschlossenheit der Naturfreunde. Doch ohne weitere Unterstützung und Fördergelder wird das ehrgeizige und in Hamm bislang einzigartige Projekt kaum Wirklichkeit werden konnen. Erste Arbeitseinsätze am Teich im Geithewald: Der Waldlehrpfad soll künftig auf dem Vereinsgelände beginnen. Der Teich an der Schutzhütte wird als Biotop erlebbar werden. Als Vorbereitung für die Maßnahme sind schon jetzt die Anpflanzungen am Biotoprand in Richtung Geithewald entfernt worden. Das Gewässer wird später neu modelliert und vergrößert.

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